DIE DONNERSTAGSKOLUMNE


Where have all the good times gone?


Es gibt einen Film von und mit Orson Wells, da sieht man in der Eingangssequenz den gar finsteren Gangster ein Dynamitbündel anstecken und dasselbe im Kofferraum eines geparkten Wagens deponieren. Sodann steigt ein Pärchen zu, startet den Boliden und fährt los, vorbei an Passanten, einer Blaskapelle, einem Fetzentandler samt Wagen, einem Verkehrspolizisten, Ziegen, einem anderen, spazierenden Pärchen, noch einem Verkehrspolizisten und fährt und fährt. Und der Zuschauer erstickt vor schierer Suspense beinahe an seinem Snickers und möchte brüllen: Ihr habt eine Bombe im Kofferraum. EINE BOMBE!!! Bis es dann endlich gnädigst UFFTSCHACK oder von mir aus auch KAWUMM macht und die Atome der beiden in die Stratosphäre geblasen werden.

So waren die letzten Wochen: Der einzige Mensch, dem eine Karikatur von Manfred Deix zur Wirkung einer formidablen Schönheitsoperation gereicht, unser aller Kurtl Krenn, musste wegen sich aufs Spatzi greifender und obszön züngelnder Priesterseminaristen auf wojtyłasches Geheiß sein Fettnäpfchen St. Pölten räumen, Elfriede Jelinek erhielt den Nobelpreis, das Beniterl zeigt Brüssel die Zähne wie bisher, nur jetzt als EU-Kommissarin und unsere neue Außenministerin ist dafür endlich blond und gottlob vier Meter groß. Das freut den männlichen Napoleonkomplex in plurimedialer Form, weil: Bei Bedarf kann sie so für allzu östliche Schwellenländer auch gleich als Türsteher fungieren. „Du nix EU, alles voll, vastehta? Mit dem Bruttoinlandsprodukt sicher net, Burschi! Werd erst ammal eine ordentliche Demokratie, dann sehen wir weiter.“

Verständlich also, dass am Tag der Fahne jeder eine hatte. Aber, wie lernten wir schon weiland bei Blood, Sweat & Tears: „What goes up must come down“. Eben. Einmal mehr ist die Bombe unser zukünftiges zehntes Bundesland unter Aaaaaaarrrnnnniiieeee, dem Presidentinator. Gerade saßen wir noch alle tief empört vor Fahrenheit 9/11 und nun soll das weitere vier Jahre traurige Wahrheit sein? Was denn, was denn, Mr. Bush? So nicht! Nicht mal eine gesittete Abwahl haben Sie drauf. Angesichts der zweiten nicht wirklich vorhandenen Alternative zu ihrer Person wundert das aber auch niemanden wirklich.
Zumindest in der Restwelt. Den Amerikanern scheint das Attribut, nicht Bush zu sein, am Gegenkandidat ja offensichtlich doch etwas wenig. Oder die sind einfach nur alle fett und ziemlich dämlich (= mein heimlicher Verdacht).

Na ja, spielt euch noch vier Jahre, da drüben. Spätestens nach Mrs. Clinton vs.
Mr. Schwoarznegger, da ziehen wir andere Saiten auf.

Da spielt`s dann Granada!

Hugh,
Seeman





DIE DONNERSTAGSKOLUMNE



Was bisher geschah:

SeemanSalztod
[77 79 81 83
85 87 89 91
93 95 97 98
102 104 106 108
110 112 114 116
118 120 122 124
126 128 130 132 134 136
138 140 142 144 146 148
150 152]

Cynthia B. McKittchnique
[131 133 135 137
139 141 143 145
147 149 151 153]

Eleg
[101 103 105 107
109 111 113 115
117 119 121 123 125
127 129
154]

Mercedes
[29 47 49 51
53 55 57 60
62 64 66 68
70 72 74 76
78 80 82 84
86 88 90 92
94 96]

Horazio
[59 61 63 65
67 69 71 73
75]

Horazio
[1 3 5 7 9
11 13 15 17 19
21 23 25 27 28
30 32 34 36 38
40 42 44 46 48
50 52 54 56
58 100]

Claire Grange
[39 41 43 45]

Laura
[2 4 6 8 10
12 14 16 18 20
22 24 26]

Madame Kiwi
[31 33 35 37]





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