DIE DONNERSTAGSKOLUMNE

Mit Horazio gegen DoubleU

Leider kann ich hier keine Stellung beziehen zu ihrer unglücklicherweise asymetrischen Klitoralbauweise und den daraus entstehenden beinbefeuchtenden Uriniernebeneffekten, denn aktuelle Geschehnisse des Tages zwingen mich, meine erzürnte Seele zu entladen (entschuldigen Sie allfällig unausgereifte Gedanken, vielleicht würde ich heute besser nicht schreiben):

Es gibt da so ein lustiges Land. So ein Land in dem alles möglich ist. Da wohnen die guten Cowboys, die guten Marines, die guten Cops, die guten Agenten, die guten Marvel-Helden, die guten Kens, die guten Präsidenten, die guten Schauspieler, die guten Truckerfahrer, die guten Farmer, die guten Siedler und die guten Freundlichkeit-hat-einen-Namen Fast-Food-Verkäufer. Dieses Land ist schuld an der Frigidität meiner Muse. Ich mag nichts zwerchfellkitzelndes mehr schreiben zur Zeit. Es tut mir Leid. Mein Zorn, mein Hass, mein Groll und meine Wut schliessen humoristische Synapsen unmittelbar und unbeinflussbar kurz.

Seit ich ein kleiner Junge war hat man mich zum Narren gehalten und es dauerte annähernd 30 Jahre, bis ich es nun voll und ganz begriffen habe. Es gibt sie nicht die Guten und es gibt sie nicht die Bösen (Demian zu lesen alleine half noch nicht durchdringend). Das verblassende Bild, das in meinem Kopf noch immer die Hirnrinde tapeziert ist komplett manipuliert. Werfen Sie einen Blick darauf:

Heldenhaft reitet der Cowboy (nennen wir ihn mal Old-Yerk-Off-Hand) mit dem frisch gebügelten Fränselihemd auf dem stolzen Pferd durch die Prärie. Plötzlich nähert sich hinterrücks ein feiger Indianer und wirft hämisch grinsend dem völlig Unbescholltenen ein fürchterliches Tomahawk in den Rücken, währenddem dessen 35 Rothautkollegen die Old-Yer-Off-Farm niederbrennen, alle Kinder lebend häuten, die Farmerin und ihre Mägde zigtausendmal vergewaltigen und zum Schluss genitalskalpieren. -ZEITSPRUNG- Im verlangsamten Zeitlupentempo verlässt der wulstig gekleidete Astronaut die Mondkapsel und hopst einige Sprünge weiter, um ein Fähnchen mit sympathischen Streifchen und Sternchen in den kargen Sandboden zu zwingen. -ZEITSPRUNG- Die aufgeweckten jungen Soldaten sitzen Schmauchend im Gebüsch, als plötzlich eine Übermacht grinsender, kleinwüchsiger Zwerg-Asiaten über sie herfällt und alle jämmerlich und äusserst brutal mit stumpfen Bayonetten an rostigen Gewehren dahinmeuchelt. -ZEITSPRUNG- Akrobaten der Lüfte ziehen über sandiges Wüstengebiet und sprengen mit chirurgischer Genauigkeit Gebäude um Gebäude aus dem Diesseits. CNN zeigt Bilder eines üpig behaarten Wahnsinnigen, der gerade einen Kleinstaat eingenommen hat. -ZEITSPRUNG- Hemdsärmlige Arafattuchträger treten einen Wehrlosen zu Brei und murmeln in einer fremden Sprache bedrohliche Suren.

Ich könnte noch stundenlang durch die Zeit wandern und fände unzählige Bilder in mir drin, die mir belegen müssten, dass die Guten in eben diesem einen Land zu suchen sind und die Bösen drumherum.

Wir werden Tag für Tag durch eine komplett amerikanisierte Gehirnwaschanlage gedrückt und es braucht schon einen dicken Regenmantel um sich vor einer gewaltigen Propagandaflut zu schützen. Und ich habe beschlossen diesen Mantel so fest es geht zuzuschnüren. Ich lasse mir nicht mehr sagen, wen ich hassen und wen ich gern haben soll. Ich entscheide das für mich. Ja ich liebe persische Teppiche, verehre Fladenbrot, achte die Menschen, die nicht nur von Glauben reden, sondern ihn auch leben, mag die Palästinenser und verstehe ihr Handeln, rauche gerne Kubanische Zigarren und den Bart vom Samichlaus finde ich kuschelig und gemütlich.

Die vermeindlich Guten zwingen mich dazu, sogar im eigentlich Bösen das wahrhaftig Reine zu suchen, und so fühle ich mich gar einer Nachwuchsklasse Selbstmordattentäter in gewissem Sinne zugeneigt.

Es ist Zeit aufzuwachen und hinter die Kulissen zu schauen. Ein ganz perfides, neuartiges drittes Reich ist daran sich aufzutun und unkontrolliert auszubreiten. Es wird keine "kauft nichts bei den Juden"-Graffitis und KZs geben. Das Böse zu erkennen ist für uns heute genauso schwer, wie dazumal für die Deutschen das Böse im Hitler-Regime. Der Vergleich mag irrwitzig hart klingen; soll er auch.


Stoppt die verdammten Vereinigten Staaten von Amerika! JETZT!

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Horazio


PS: Nein jetzt nicht gleich mit der Kalaschnikov den nächsten MacDo stürmen. Lassen Sie uns das friedlich lösen. Wie echte judengoldverschlingende, feige Reduit-Latino-Helvetier.







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