DIE DONNERSTAGSKOLUMNE


DER ADONISKOMPLEX

Warum dieses Hecheln nach Aufmerksamkeit, dieser Schrei nach Beachtung?
Die philsche Problematik zwingt zur Selbstreflexion.

Was waren das doch für überaus lässige Zeiten, in denen man als bierbäuchige XY – Chromosomenkombination nichts weiteres benötigte als ausreichende Solvenz um der fellatierenden Schlampen ungezählte Massen schleppen zu können. Haarausfall, Mundgeruch, großporiges Riechorgan - pas de probleme, solange der Nerz, die Klunker und das verlängerte Skiwochenende in Kitzbühel inklusive Szenebar – Hopping und Extreme - Àpres – Ski – Promi – Watching klargingen.

Ich wäre heute hauptberuflich Sohn, würde neben provinzösterreichischen SchauspielermoderatorensängerInnen eine Line ziehen und meinen ausufernden Sexualtrieb mit genügend Futter versorgen. Aber natürlich gönnt man mir kein güldenes Nirvana dieser Art. Tiefgehende Zerwürfnisse mit dem Mann als dessen Saftspritzer ich begann über Sinn und Art der Daseinsgestaltung zwingen mich zu Tagelöhnerei und Erniedrigung meiner Selbst am Sklavenmarkt des Broterwerbs und die emanzipierte, anspruchsvolle Frauenwelt samt Filmen mit Brad *auslauf* Pitt nötigt mich in einen permanenten Zyklus der Selbstverbesserung um das phallozentrische (=die Erde dreht sich um den, genauer: meinen, Penis) Weltbild aufrechterhalten zu können.

Darum tritt meine Bauchmuskelpartie inzwischen gestaffelt hervor wie die Welser Panzergrenadierbrigade bei Truppenübungen im Burgenland, vom Bierkisten in den Kofferaum wuchten wächst mein Bizepsumfang kontinuierlich, neue Implantationstechniken lassen mein Kinngrübchen männlich – herb – potent erscheinen und ich bin verständnisvoll, zärtlich, humorvoll, spontan, intelligent, romantisch, leidenschaftlich … ja ich würde menstruieren, wenn ich nur könnte.

Gimme all your Lovin` - und deshalb postet Phil seine Hilfeschreie im Forum, darum verdienen sich Dentisten mit Zähnebleichen und Harley Davidson mit der Mid Life Crisis dumm und dämlich, darum diese Kolumne.

Quod erat demonstrandum,

Seeman


Portrait of the artist as drunk



vier Generationen in meiner Familie weitergegebenen
original österreichischen Ausgeh - Hut
sowie unidentifzierte, aber sehr
übelriechende Flecken
am Ärmel







DIE DONNERSTAGSKOLUMNE



Was bisher geschah:

Mercedes
[29 47 49 51 53
55 57 60 62
64 66 68 70 72 74 76 78 80]

SeemanSalztod
[77 79]

Horazio
[59 61 63 65 67
69 71 73 75]

Horazio
[1 3 5 7 9
11 13 15 17 19
21 23 25 27 28
30 32 34 36 38
40 42 44 46 48
50 52 54 56 58]

Claire Grange
[39 41 43 45]

Laura
[2 4 6 8 10
12 14 16 18 20
22 24 26]

Madame Kiwi
[31 33 35 37]





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